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2018-08-27

Immer diese Umsatzsteuervoranmeldung :(

Ich denke es können so manche Steuerberater ein Lied davon singen, wenn ihre Mandanten mit einem Kartönchen unter den Arm geklemmt mit einem Haufen loser Blätter darin zu ihnen kommen. Auch ich als Bürodienstleisterin bin nicht immer glücklich über die endlos scheinenden durcheinander gewürfelten Zettelchen, aber ich kann es wirklich gut verstehen weshalb es manchmal so ist :)
 
Um zu wissen wie du mit deinen Papieren umgehen musst ist es erst einmal wichtig zu wissen, ob du eine Umsatzsteuervoranmeldung machen musst, oder vielleicht gar nicht.
Arbeitest du als Kleinunternehmer oder Freiberufler ist das kein Thema für dich.
 
Selbst dieses Wort “Umsatzsteuervoranmeldung” ist ja einem normal Sterblichen meist nicht geläufig und oft auch wieder ein Buch mit 7 Siegeln.

Wenn du einen hohen Wareneinsatz hast, für den du Vorsteuer (das ist die Mehrwertsteuer die beim Kauf deiner Ware auf der Rechnung ausgewiesen ist) zahlst, lohnt es sich eine Umsatzsteuervoranmeldung zu machen, denn diese Vorsteuer kannst du von der Mehrwertsteuer die du deinem Kunden berechnest wieder abziehen.
 
Ich habe hier mal ein Beispiel:
 
Du zahlst an die Firma XY 20,00 € Vorsteuer (z.B. 19%) für deinen Einkauf von Material, das du für deine Produktion benötigst. Danach verkaufst du das fertige Produkt an Herrn Mustermann, dem du dafür auch 19% MwSt. berechnest. Sagen wir mal 32,00 €, so bekommst du vom Finanzamt die gezahlten 20,00 € zurück und die 12,00 € Differenz musst du an das Finanzamt abführen.
Dies macht man dann mit allen Eingangs- und Ausgangsrechnungen eines Monats oder Vierteljahres (bei einer Sollversteuerung) und dies ergibt dann die Summe X welche du vom Finanzamt wieder zurückbekommst oder noch zahlen musst.
Also ist es ungemein wichtig, dass dein Steuerberater alle Eingangsrechnungen und Ausgangsrechnungen von dir bekommt, damit die Umsatzsteuervoranmeldung ordentlich errechnet werden kann.

Nun, ich hoffe ich konnte dieses Thema verständlich beschreiben, denn es ist ein wichtiger Grundstein für alle Selbstständigen. Wenn Fragen offen sind, freue ich mich auf deinen/euren Kommentar!

Ach ja, ganz wichtig, vergiss deinen Bruttoumsatz, auch wenn er noch so toll ist, denn für dich zählt leider erstmal lediglich der Nettoumsatz (also der Umsatz ohne die enthaltene MwSt.), denn die an den Kunden berechnete Mehrwertsteuer solltest du bestenfalls gleich zur Seite packen, denn einen Teil davon will ganz bestimmt das Finanzamt von dir haben und so kommst du erst gar nicht in die Versuchung das Geld auszugeben.

Liebe Grüße
Martina

Admin - 16:29:29 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

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